Das Klootschießen
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Helfried Götz, KBV Wiesedermeer
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Das
Klootschießen der Ostfriesen wurde zwar erst im 18. Jahrhundert zum ersten Mal
urkundlich erwähnt, aber sicher ist, dass seine Geschichte viel weiter zurück
reicht. Es heißt, dass der aus Lehm oder Klei gebrannte "Kloot"
(Klumpen) in seinem Ursprung eine Verteidigungswaffe war. So soll schon der
Römer Tacitus berichtet haben, dass die Friesen mit Wurf- geschossen aus
sonnengebrannten Lehmkugeln Eindringlinge aus ihrem Land vertrieben. Später
entwickelte sich daraus ein Sport,
Heutzutage besteht
der Kloot aus einer Buchholzkugel, die in drei Richtungen kreuzweise durchbohrt
und mit Blei gefüllt, 58 mm im Durchmesser und gut ein halbes Kilo schwer
ist.Klootschießen wird zwar von deutlich weniger Sportlern als das Boßeln
ausgeübt, dennoch sind Klootschießer in der Bevölkerung höher angesehen. Und
das liegt vor allem an der nicht ganz so einfach zu erlernenden Wurftechnik:
Nach einem ca. 25 Meter langen Anlauf folgt eine komplizierte Kombination aus Bein- und Armbewegungen, in deren Verlauf der Werfer eine Rampe hinaufspringt,
den Wurfarm weit nach hinten reißt
und den Kloot in einer fast 360° weiten Wurf- bewegung von unten nach vorne schmeißt und dabei die volle Wucht der
Sprung- bewegung mitnimmt.
Gute Werfer erreichen damit beachtliche Weiten. Der Ostfriese Geerd Geerdes bei 106,20 m, geworfen von dem Norder Stefan Albarus am 30.06.1996
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